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Entlastungspaket 27: Ständerat gegen eine Streichung der Förderartikel im Bereich Weiterbildung

Der Ständerat hat sich in der Wintersession gegen eine Anpassung der Förderartikel des Weiterbildungsgesetzes ausgesprochen. In der Debatte der kleinen Kammer wurde deutlich, dass Einsparungen in der Weiterbildung langfristig hohe Folgekosten verursachen können. Der Ständerat möchte somit auf die Abschaffung der Gesetzesgrundlagen verzichten. Ausserdem will er die Förderbeiträge des Bundes für die Weiterbildung im Rahmen der kantonalen Grundkompetenzprogramme sowie für die Organisationen der Weiterbildung um rund die Hälfte kürzen. Ursprünglich hatte der Bundesrat vorgeschlagen die Beiträge ganz zu streichen.

Der Entscheid des Ständerats ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jedoch hätte auch eine Halbierung der vorhandenen Finanzmittel unabsehbare Folgen für den Bereich. Die Debatte wird nun im Nationalrat fortgesetzt. Investitionen in die Förderung von Grundkompetenzen sind wirtschaftlich sinnvoll. Denn fehlende Grundkompetenzen führen laut einer Studie des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) zu jährlichen Kosten von über einer Milliarde Franken für die Arbeitslosenversicherung.

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Publiziert: Fr., 13.2.2026

Erfolgreiche Einführung der TRIAGO-Instrumente

Die TRIAGO-Instrumente zur Einschätzung von Grundkompetenzen werden seit ihrer Einführung stark nachgefragt und in der Praxis angewendet. Die Bestellungen und Rückmeldungen zeigen: das Interesse an einer gezielten und fundierten Einschätzung von Grundkompetenzen ist gross.

Das TRIAGO-Team bietet jetzt Online-Drop-in-Sessions für Fachleute an. Diese bieten eine Einführung in die Instrumente und sind für konkrete Fragen gedacht. Es braucht keine Anmeldung, man kann einfach über diesen Link direkt teilnehmen.

Termine Online-Drop-in Sessions, immer am Donnerstag:

  • 12.03.26 (16.00 – 17.30 Uhr)
  • 16.04.26 (16.00 – 17.30 Uhr)
  • 07.05.26 (16.00 – 17.30 Uhr)
  • 18.06.26 (16.00 – 17.30 Uhr)

Rückfragen an: triago.iwb.ph@fhnw.ch

Publiziert: Fr., 13.2.2026

Leseförderung mit KI

Künstliche Intelligenz verändert unser Leben in verschiedenen Bereichen. Sie kann Menschen unterstützen, die Mühe mit der Grundkompetenz Lesen haben. Es gibt verschiedene KI-Werkzeuge, die für Erwachsene nützlich sind, die ihre Lesekompetenz verbessern möchten.

Der Lautlesetutor (LaLeTu) hört zum Beispiel beim lauten Vorlesen zu. Das KI-Tool erkennt Fehler, Tempo und Betonung und gibt dazu gezielte Rückmeldungen. Wer Texte lieber in Leichter Sprache lesen möchte, kann das KI-basierte Werkzeug Summ nutzen. Es übersetzt komplexe Inhalte automatisch in Leichte Sprache. Eine hilfreiche Unterstützung für Menschen mit Leseschwierigkeiten.

Weitere Informationen und KI-Werkzeuge

Publiziert: Fr., 13.2.2026

Rückblick: Nationale Fachtagung Grundkompetenzen 2025

174 Personen haben an der ausgebuchten nationalen Fachtagung Grundkompetenzen des Schweizer Dachverbandes Lesen und Schreiben teilgenommen. Unter dem Thema «Digitalisierung und KI: Grundkompetenzen im Wandel» wurden in verschiedenen Austauschformaten zentrale Fragen rund um den Einfluss neuer Technologien auf die Grundkompetenzen diskutiert. Kursleitende, Verantwortliche von Weiterbildungsinstitutionen und Vertreter*innen von Bund und Kantonen brachten ihre Perspektiven ein.

Eine Bildergalerie ist jetzt online. Im Januar wird auf kompetence.ch ausserdem der Abschlussbericht zur Fachtagung in deutscher und französischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Zur Bildergalerie der Fachtagung Grundkompetenzen 2025

Publiziert: Di., 13.1.2026

Neue Erkenntnisse zu Menschen mit geringen Grundkompetenzen 

Unzufriedener, ungesünder, schlechter integriert. Der aktuelle Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt, dass mangelnde Grundkompetenzen Auswirkungen auf die sozioökonomische Lebenssituation haben. 

In der Schweiz haben 844'000 Personen gleichzeitig Mühe beim Lesen, Rechnen und Problemlösen – das sind 15% der 16- bis 65-Jährigen. Betroffene Personen sind seltener erwerbstätig und verdienen auch weniger. Fast die Hälfte hat keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss. Und auch wichtig zu erwähnen: mangelnde Grundkompetenzen betreffen nicht nur fremdsprachige Personen.

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Publiziert: Di., 13.1.2026

Rat für Armutsfragen sucht Mitglieder

Menschen mit eigener Armutserfahrung sollen Mitglied des Rats für Armutsfragen sein. Der Rat für Armutsfragen ist ein Pionierprojekt der Nationalen Plattform gegen Armut. Er möchte nicht über, sondern mit betroffenen Menschen über Armutsfragen sprechen. Der partizipative Prozess ist ein Pilotprojekt und startet im Frühjahr 2026 und dauert bis 2028. 

Der Rat soll den Dialog zwischen Menschen mit Armutserfahrung sowie Politik, Verwaltung und Gesellschaft fördern. Fachpersonen und Organisationen begleiten diesen Austausch und unterstützen die Arbeit in der Armutsprävention- und bekämpfung.

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Bewerbungsformular Rat für Armut

Publiziert: Di., 13.1.2026

Resultate des Forschungsprojekts DORA

Das Forschungsprojekt DORA der Universität Genf zeigt, wie Erwachsene mit geringen Grundkompetenzen besser beim digitalen Lernen unterstützt werden können. Auf Basis von Fokusgruppen, Interviews und Praxistests wurden fünf pädagogische Leitlinien entwickelt. Sie helfen Kursanbietenden, Angebote stärker an den Bedürfnissen der Teilnehmenden auszurichten – von der Ermittlung individueller Lernbedürfnisse über den Zugang zu Geräten bis hin zur Förderung digitaler Mündigkeit.

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Publiziert: Di., 13.1.2026

Österreich: Feministische Perspektiven in den Grundkompetenzen

Frauen sind in unserer Gesellschaft häufig benachteiligt – sei es durch die ungleich verteilte unbezahlte Care-Arbeit oder tiefere Einkommen. Wenn eine Frau zusätzlich Mühe mit den Grundkompetenzen Lesen, Schreiben oder Rechnen hat, verstärkt dies das Risiko gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Bei der feministischen Bildungsarbeit geht es nicht darum, einzelne Defizite bei den Grundkompetenzen zu beheben. Es geht um Strukturen und darum, kritisch zu hinterfragen, ob diese benachteiligend oder ausgrenzend wirken. Ein zentrales Element ist der Zugang zu geschützten Lernräumen für Frauen. Verschiedene Organisationen bieten solche niederschwelligen Angebote an.

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Publiziert: Di., 13.1.2026

PIAAC-Zusatzauswertung: Grundkompetenzen als Schlüssel für berufliche Integration

Die neu erschienene Zusatzauswertung der PIAAC-Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt deutlich: Grundkompetenzen wie Lesen, Alltagsmathematik und Problemlösen sind entscheidend für berufliche Chancen und gesellschaftliche Teilhabe. Knapp 30% der Schweizer Bevölkerung verfügen in mindestens einem Bereich nur über geringe Fähigkeiten – mit Folgen für Beschäftigung, Einkommen und Weiterbildung. Personen mit hohen Kompetenzen hingegen sind häufiger erwerbstätig, erzielen bessere Löhne und nehmen deutlich öfter an Weiterbildungen teil. Das BFS betont daher die Bedeutung von Bildung, Berufsberatung und Weiterbildung, um Potenziale zu fördern und soziale wie wirtschaftliche Chancen für die Gesellschaft zu sichern.

Dafür braucht es eine klare Politik, die Grundkompetenzen stärkt und den Zugang zu Bildung konsequent fördert.

Weitere Informationen und Download Zusatzauswertung

Publiziert: Di., 28.10.2025

Förderung der Grundkompetenzen gefährdet: Bundesrat übergibt Sparpaket 

Der Bundesrat hat am 19. September 2025 die Botschaft zum Entlastungspaket 27 verabschiedet. Dieses sieht unter anderem deutliche Kürzungen im Bereich Weiterbildung vor, zu dem auch die Förderung der Grundkompetenzen gehört. Wird der Förderartikel im Weiterbildungsgesetz gestrichen, bedeutet das einen schweren Schlag für die Grundkompetenzen in der Schweiz. Die parlamentarische Beratung hat bereits im Oktober begonnen.

Der Ständerat befasst sich in der Wintersaison mit dem Dossier und im Frühjahr 2026 folgt der Nationalrat. Da das Paket dem fakultativen Referendum untersteht, könnte letztlich die Stimmbevölkerung entscheiden. Ein Inkrafttreten wäre Anfang 2027 vorgesehen. Mehrere Organisationen haben eine Allianz gegen die geplanten Sparmassnahmen formiert. Gemeinsam warnen sie vor den möglichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen. 

Link zum Geschäft

Publiziert: Di., 28.10.2025

Neues Arbeitsmittel zur Abklärung für Grundkompetenzen TRIAGO

Das neue Arbeitsmittel TRIAGO dient der Abklärung der Grundkompetenzen von Erwachsenen in den Bereichen: Sprache, Mathematik und Digitales. Es besteht aus einem analogen Kartenset und einer Online-Abklärung mit Testaufgaben. Mit dem Kartenset kann in der Beratung ein Gespräch über Alltagssituationen eröffnet werden und so eine erste Einschätzung der Grundkompetenzen vorgenommen werden. Die Online-Abklärung kann auch individuell von betroffenen Personen oder von Betrieben genutzt werden.

TRIAGO wurde von der Pädagogischen Hochschule der FHNW entwickelt und richtet sich in erster Linie an Beratende in Sozialdiensten, Berufsberatungen und Institutionen der Arbeitsintegration. Die Instrumente stehen in Deutsch, Französisch und Italienisch kostenlos zur Verfügung. TRIAGO wurde von der Schweizerischen Weiterbildungskonferenz (SWBK) in Auftrag gegeben und finanziert.

In den nächsten Wochen wird zusätzliches Begleitmaterial erarbeitet. Es wird ein Tutorial geben, dass den Einstieg mit dem Kartenset erklärt. Ausserdem werden Workshops organisiert, um Beratenden die neue «Abklärungsphilosophie» näher zu bringen.

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Publiziert: Di., 28.10.2025

Schlussbericht: Massnahmen der Kantone für die Grundkompetenzförderung

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat eine Studie in Auftrag gegeben, um einen Überblick über die verschiedenen Massnahmen der Kantone zur Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener (GKE) zu erhalten. Der Bericht von Ecoplan liegt nun vor und wurde veröffentlicht. Er bietet erstmals eine systematische Aufbereitung der kantonalen GKE-Programme sowie eine strukturierte Übersicht der Massnahmen auf kantonaler, regionaler und interkantonaler Ebene.

Der Bericht ist auf Französisch und Deutsch publiziert. Eine Zusammenfassung auf Italienisch ist in beiden Versionen des Berichts vorhanden. 

Zum Schlussbericht «Massnahmen der Kantone für die Grundkompetenzförderung Erwachsener»

Publiziert: Di., 28.10.2025

Projekt Lebenswelten: «Warum viele Erwachsene keine Weiterbildung besuchen»

Obwohl viele Menschen Schwierigkeiten mit den Grundkompetenzen haben, nehmen nur wenige von ihnen an einem Angebot teil, um diese Kompetenzen zu verbessern. Warum ist das so? Auf diese Frage wollte das Projekt «Lebenswelten» des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung (SVEB) Antworten finden. Das Projekt zeigt: Aus Sicht der betroffenen Personen gibt es nachvollziehbare Gründe, keinen Kurs zu besuchen. Zum Beispiel erscheint Lernen unnötig, weil im Alltag alles funktioniert. Vielleicht besteht Skepsis aufgrund negativer Erfahrungen aus der Schulzeit oder das Vertrauen in die eigene Lernfähigkeit ist nicht vorhanden. Oft erschweren belastende Lebenslagen zusätzlich den Zugang. Gleichzeitig erkennen betroffene Personen, wie wichtig Grundkompetenzen sind und zeigen Interesse an Weiterentwicklung. Daraus folgt: Angebote müssen vielfältig, alltagsnah, sinnvoll und erreichbar gestaltet sein – ohne Fokus auf Defizite. 

Die Ergebnisse des Projektes werden am 21. Oktober 2025 im Rahmen eines Online-Events vorgestellt. 

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Publiziert: Di., 28.10.2025

«Community of Practice Grundkompetenzen: Austausch für Kursleitenden

In der neuen «Community of Practice Grundkompetenzen» können sich Kursleitende aus der Deutschschweiz austauschen und vernetzen. Dieser Rahmen bietet Raum, um gemeinsam Ideen für künftige Inputs oder Weiterbildungsangebote zu entwickeln, Best-Practice-Beispiele zu teilen oder Themen und Fragen aus dem Berufsalltag einzubringen.

Diese Plattform richtet sich an Mitarbeitende, die Personen, die Schwierigkeiten mit den Grundkompetenzen haben, begleiten. Sie wird vom Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben organisiert, die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen zur Community of Practice Grundkompetenzen»

Hinweis: In der Romandie gibt es bereits seit Längerem die «Communautés de Pratiques de la CRFBA ».

Publiziert: Di., 28.10.2025